the perfect fit

06. Juli 2008 | 13:32 Uhr | Label: live fast, die young

beer

Kleines Rätsel: Das ist der wichtigste Weg, den wir von der neuen Wohnung aus in steter Regelmäßigkeit zurücklegen werden. Wer errät, wohin's geht, bekommt ein Bier. Ein Tipp findet sich im Bildnamen.

Diese Geschichte hat sich nun doch erledigt. Klar, es wäre ein schöne Wohnung gewesen, die Stadtlage absolut genial, die große Wohnküche auch prima, der fast acht Meter lange Flur viel mehr als nötig. Aber nach oben hin war noch Raum. Etwa für einen richtigen Balkon. Oder einen Garten. Eine Küche wäre auch schön gewesen, denn die war da ja noch nicht drin. Kurz: Die Entscheidung für diese Wohnung war eine Entscheidung die man trifft, weil man keine Lust mehr hat, weiter zu suchen und einfach endlich seine Ruhe will, Courtage hin oder her. Gibt schließlich wichtigere Dinge, etwa den Auszug hier managen, das Diplom beenden oder arbeiten gehen. Nun ist das alles weg, ganz weit weg. Das mit dem Diplom hat sich Freitag erledigt, der Auszug wird sicher auch klappen.

Und wir haben eine neue Wohnung. Die sich schlicht als "vollkommen" beschreiben lässt.

Wie "vollkommen" aussieht? Vollkommen hat zwei Zimmer, die so groß sind, dass wir uns darum streiten, wer das kleinere bekommt. Vollkommen hat eine Küche, die nicht nur groß ist, sondern auch voll ausgestattet, mit Spülmaschine, mit zahllosen Schränken, mit einem kleinen Tisch, der für zwei Personen locker reicht. Vollkommen hat einen Wintergarten vor dem größeren der beiden Zimmer. Und vor dem Wintergarten eine überdachte Terrasse, unter der problemlos 15 Menschen Platz finden. Etwa, wenn wir im Garten grillen, der an die Terrasse anschließt und herrlich verwildert ist. Da kommt dann der Hase hin, im Sommer. Damit er auch endlich mal eine Wiese sieht und scharren kann. Ach ja, Tageslichtbad ist natürlich auch dabei, nicht die 2x2 Meter kleinen, fensterlosen Dinger, die sie einem bei den Innenstadtwohnungen andrehen. Oder so etwas wie in der aktuellen Bude.

Der Haken? Hölle, es gibt keinen! Ok, wenn man nicht auf sehr begrünte Häuser steht, die im Sommer schön kalt sind und im Winter nicht wirklich kalt werden, weil alle Isolierungen neu und top sind, hat man Pech. Das hat der Vermieter gestern stolz betont, wie gut das alles ist. Der Mann ist schließlich Architekt und hat tendenziell also Ahnung. Zudem sympathisch, sehr sogar. Nicht wie die aktuelle Vermieterin, sowohl beim Mitbewohner als auch bei mir. Nur so am Rande: Die Wohnung ist bezahlbar. Für Darmstädter Verhältnisse sogar sehr bezahlbar.

Und wo ist nun der Haken? Gibt immer noch keinen. Wirklich nicht. Man könnte über die Lage streiten. Eberstadt ist halt nicht Darmstadt, auch wenn die Villenkolonie, wo die Wohnung liegt, schon eher im Norden ist. Inklusive Park in der Nähe. Also mit ganz viel Ruhe, nie wieder Durchfahrtsstraße. Und was stört mich die Lage, wenn ich zwei Minuten zu einer Bahn brauche, die selbst am Wochenende noch bis fünf Uhr morgens fährt und grade mal zwölf Minuten zum Stadtzentrum braucht? Ebend. Gar nicht. Denn nun, gerade jetzt, hier und überhaupt ist mal alles erledigt: Diplom, Jobsuche, Wohnungssuche. Zeit für eine Zigarette. Mit dem breitesten Grinsen seit Monaten.
Kurze Notiz über den Gemütszustand im Hause B.

Kopfschmerzen, schon wieder. Sicher eine Zivilisationskrankheit. Immerhin besser als was richtig Übles, Genitalherpes oder so etwas in der Richtung. Wahrscheinlich liegt es ohnehin nur am Wetter - liegt es nicht immer am Wetter? Ebend. Zudem hat die hiesige Hausapotheke so einiges für derartige Fälle parat.

Nicht wirklich nervös wegen der mündlichen Diplomprüfung morgen. Weshalb auch? Es geht nicht um eine Note, es geht nie um Noten und selbst wenn es das täte, mein Arbeitsverhältnis läuft bereits seit einem Monat. Immerhin hab ich nun etwas getan, dass ich schon Jahre vorher hätte tun sollen: mindestmögliche Vorbereitung. Wenig, aber nicht zu wenig, gerade das, was meiner Meinung nach notwendig ist, um morgen mit mir selbst zufrieden sein zu können. Alles weitere hat bislang immer nur in der Frage, warum ich mich für so einen Spaziergang von Prüfung nun so unglaublich gestresst habe, geendet.

Apropos Ende: Morgen das letzte Mal in Dieburg. Nichts wäre nun leichter als ein Spruch der Marke "Endlich!" oder "Yeah, nie wieder!", "Nix wie weg!" Genau weil es so einfach ist, kommen diese abgedroschenen Floskeln nicht. Warum auch? Trotz allem mag ich meinen Studiengang immer noch und werde das eine oder andere vermissen. Und seien es nur die Jägermeister am Mittwochnachmittag.

Apropos Alk: Gibt keinen. Zwei Wochen lang. Nicht, weil drohender Alkoholismus eine Abstinenz aufzwingen würde, sondern weil es nun noch locker geht, ohne dass ich mir Sorgen machen müsste. Und genau das will nun bewiesen werden. Wie das so ist mit solchen Dingen geht das zu zweit viel lockerer, drum bin ich da auch nicht allein in meiner Selbstkasteiung. Auf dem Heimweg im Park gerade überlegt, ob das auch mit dem Rauchen klappen könnte. Müsste eben zeitgleich jemand aufhören. Gehen wir mal die Raucher im Freundeskreis durch: Da wäre die Fraktion der Unbelehrbaren, die wirklich gerne rauchen (ja, das kann man) und die sicher nicht damit aufhören. Verbrauch über eine Schachtel pro Tag, meist Lucky oder Selbstgedrehte. Für Argumente wie "Sparste Geld!" oder "Lungenkrebs here we go!" sind die nicht zugänglich. Von denen kann ich keinen anhauen. Bleiben die weniger-Raucher, die, die ohnehin alle Paar Wochen mal aufhören und immer wieder anfangen. Die brauchen die Dinger gar nicht, könnte man fast meinen. Sehr disziplinierte Typen, die sich quasi mit der "diesmal aber wirklich Letzten" schon vornehmen, wieder anzufangen. In einigen Wochen dann. Mit so jemandem klappt das auch nicht. Zuletzt die Fraktion derer, die ohnehin in anderen Ligen rauchen, die mit den Lights. Und davon dann am Besten auch nur drei täglich. An Disziplin nicht zu überbieten. Ironie, wenn solche Menschen dann der Krebs holt. Als möglicher Suchtentwöhnungs-Partner bleibt also nur einer aus der ersten Fraktion, zu der ich mich nun einfach auch mal zähle. Im näheren Umfeld gibt es davon etwa drei. Einer wird es nie bleiben lassen, einer hat sicher keine Lust und ein anderer ist einfach nicht der Typ dafür. Also stecken wir das mit dem rauchen aufhören erst mal wieder, nennen wir es Schnapsidee ohne Schnaps, denn den gibt es ja grade auch nicht. Überhaupt mal: Wo soll das denn noch hinführen ohne Alk und Kippen? X auf den Handrücken malen und "Poison free youth"-Shirt tragen? Oder so ein Shirt wie der Typ gestern im Bus, auf dem "Real men follow Jesus" stand. Was ich eigentlich gar nicht schlecht fand. Den Spruch, nicht Jesus folgen, wohlgemerkt.

Bleibt noch der Umzug. Heute die neue Wohnung vermessen. Es wird auf jeden Fall lustig. Und sehr wohnlich. Euphemistisch könnte man nun den Begriff "gemütlich" verwenden, aber es ist keine derart kleine Wohnung. Sicher aber die mit dem schönsten Laminat von allen besichtigten Bleiben. Und mit Balkon. Kellerraum. Großem Hinterhof. Damit aber genug Details für heute, soll ja noch ein wenig spannend bleiben. Eines noch, zum Schluss: Niemals, niemals, niemals denken, dass alkoholfreies Bier ein geeignetes Substitut wäre. Selten etwas derart schlecht schmeckendes runtergewürgt, dann doch lieber Tee.

home sweet Hell

02. Juli 2008 | 22:35 Uhr | Label: live fast, die young

God, grant me the serenity to accept the things I cannot change, courage to change the things I can and the wisdom

to know the difference.

Vorsichtig ausgedrückt: Die Wohnungssuche könnte zu Ende sein. Könnte, nicht "ist". Nach nun gut drei Wochen sollte es auch gut sein. Es ist heiß, die Wege sind lang und wenn man zusätzlich nach der Arbeit noch stundenlang durch die Stadt wetzt, schlaucht es ungemein. Die Sk8-Hi sind so gut wie durchgelatscht, jeder Schritt macht sich bemerkbar. Dazu diese verdammte Hitze. Was wäre es wert, nun eine Wohnung zu haben und die Suche damit 28 Tage vor Ablauf der absoluten Deadline beenden zu können? Eine Menge. Ruhe, relaxt umziehen, nicht mehr ständig Anzeigen suchen, anrufen, hinfahren, warten. Das hat die Entscheidung nun beeinflusst, ganz klar. Es ist kein Wert, der in Geld aufzuwiegen wäre, aber es lässt mich ruhiger schlafen. Und davor eine kleine Story erzählen, wie das so ist, wenn man in Darmstadt eine Wohnung sucht. Vielleicht liest das ja der eine oder andere Erstsemester, der sich warum auch immer hierher verirrt, während er grade auf Wohnungssuche ist.

Zunächst mal gibt es die perfekte Bude nicht. Klar, es gibt Buden, die alles haben, was man will, egal was das ist. Aber das kostet und "perfekt" heißt in dem Sinn, dass es auch preislich attraktiv ist. Vielleicht gibt es sie auch in einer der tollen WGs, die es sicher auch hier gibt, so die Buden, die man dann immer in den Reality-Shows sieht. Kann schon sein. Kann auch sein, dass es Gott gibt oder "Max Payne 3" nächstes Jahr erscheint. Alles möglich. Muss man nur feste dran glauben und dann wird alles wahr und gut und schön. Die Außentemperaturen haben den Part in meinem Hirn, der für dererlei Übernatürliches zuständig ist, leider ein wenig angesengt, das wird also nichts mit Glaube, Liebe, Hoffnung. Stattdessen knallharter Realismus und der schaut so aus, wie nun anhand einiger Besichtigungen beschrieben.

Versuch 1: Kranichstein. Genau, da wo es hart ist, zumindest der Legende nach. Wir sitzen dagegen in der klimatisierten Linie 5 in aller Ruhe, auch auf dem Weg zum Hochhaus werden wir weder überfallen noch vermöbelt. Alles halb so wild. Das Hochhaus leider nicht. Da würde ich nicht mal Suizid vom Dach begehen, geschweige denn einziehen. In Erinnerung bleibt ein 20er-Pack "Billy Boy" auf dem Nachttisch der Bewohnerin. Und ein Bad, in dem es kein Licht gab. Kotzelache im Treppenhaus. Und tschüss.

Versuch 2: Kann ja alles nicht so wild sein, fahren wir nochmal nach Kranichstein raus. Diesmal Waldrand, mit Wiese, ruhig, Neubau, kein Hochhaus. Drei Zimmer, die fast geeignet wären, vergisst man einmal, dass vor dem einen ein Kinderspielplatz liegt. Mit Kindern. Lärmenden Kindern. Dafür ist der Flur schön und reichlich Stauraum vorhanden. Aber Kranichstein ist einfach zu weit ab vom Schuss, das kann man drehen und wenden wie man will.

Versuch 3: Innenstadt-Nähe, alles ganz prima soweit, wenn auch ohne Küche. Und mit Durchgangszimmer. Was das Aus bedeutet, soll ja eine Zweier-WG werden. Zudem an einer der am Stärksten befahrenen Straßen der Stadt. Forget it. Dafür eine geraucht.

Intermezzo: Lustig, was man am Telefon so erlebt. Heute auf eine Anzeige im "Echo" hin angerufen, noch bevor ich meinen Nachnamen ausgesprochen oder gar mein Anliegen angesprochen habe, blafft es mir vom andern Ende der Leitung entgegen "Die Wohnung ist weg", worauf es von mir nur ein "Ok" gab und ich immerhin der erste war, der den Hörer aufgeknallt hat. Anderes Beispiel: "Ich bräuchte einen etwaigen Grundriss der Wohnung, da ich gerne mit einem Mitbewohner einziehen würde", daraufhin kläfft's "Ist ja schön dass sie das wollen aber der Vermieter will das nicht. Auf Wiederhören." Was soll das "auf Wiederhören"? Diese Person würde ich noch nicht mal für Geld jemals wieder anrufen. Auch lustig: Termine ausmachen und der Vermieter schreibt sie sich nicht mal auf und vergisst sie. Oder Makler, die "ganz, ganz sicher" morgen zurückrufen wollen - und es natürlich nie tun. Das alles ist auch Wohnungssuche.

Versuch 4: Nun passt echt mal alles. Topmodern, groß, hell, Garten, Küche drin, Internet drin, Strom drin. Und nicht mal derart überteuert. Wo ist hier nur der Haken? Ein kleiner Tipp: Sie hat zwei Bäder. Und vier Zimmer. Richtig: Eine Vierer-WG. Eine pervers moderne, genau das Richtige, makellos. Nur: Vier Personen? Wir werden uns nicht einig, hin und her halten sich die Waage. Rat vom Mitbewohner: "Wir suchen uns zwei Taubstumme." Rat von mir: "Aber keine Frauen in der Bude, das geht nie gut." Antwort darauf: "Allerdings". Gebrannte Kinder.

Versuch 5: Klappt am ersten Tag nicht, da der aktuelle Mieter zwar pünktlich erscheint, aber den Wohnungsschlüssel vergisst. Das ist Wohnungssuche in Darmstadt, der Mitbewohner twittert's schon mal, während wir bei 35 Grad im Schatten über eine Stunde gewartet hatten. Klasse. Die Bude dann heute angeschaut. Eigentlich nicht schlecht. Wäre sie nicht im Erdgeschoss und an eben jener starkbefahrenen Straße, wo auch schon Versuch 3 lag. Und wieder nichts.

Versuch 6: Direkt beim Mitbewohner um die Ecke. Groß, verdammt groß. Ach Blödsinn: riesig. Noch einiges an Renovierungen zu tun, aber das ist halb so wild. Problem: Kosten. Mit fast 400 pro Person zwar groß im Platz, aber auch im Preis. Wieder nichts? Scheiße nochmal, die Küche hatte sogar ne Spülmaschine. Scheiße, scheiße, scheiße, in das Wohnzimmer hätte ich einen Minigolfplatz bauen können.

Noch ein Intermezzo: Die Lage ist entscheidend. Ganz im Ernst. Es gibt No-Go-Areas. Nicht, weil es dort vor Nazis wimmelt, sondern weil es zu weit weg ist. Beispielsweise Kranichstein. Oder Eberstadt. Wixhausen genauso. Weiterstadt erst recht. Da kann man ja gleich nach Mainz ziehen. Und komischerweise sind die Buden in den Trabanten auch nicht immer billiger. Es bringt also wenig, höchstens längere Bus- und Bahnfahrten. Die Traumbude ist in Innenstadtnähe, dennoch ruhig, aber gleichzeitig zentral gelegen. Und natürlich bezahlbar. Kohle ist schließlich auch so ein Faktor, wahrscheinlich ein so nerviger, dass wir damit besser gar nicht erst anfangen.

Versuch 7: Konnte ich hinlaufen, war um die Ecke. Der Begriff "schnuckelig" beschreibt es noch am ehesten. Für eine Einzelperson sicher ganz toll, übrigens erstaunlich ruhig gelegen und mit einem lustigen, kleinen Balkon über den Hinterhof hinaus. Zudem nicht alle Wände so richtig gerade, stattdessen mal hier eine kleine Kurve drin. Klein auch die Küche, mit etwas Wohlwollen hätte man noch einen Tisch reinbekommen. Klein auch der Flur, da passt vielleicht ein ganz, ganz kleines Schuhregal rein. Dafür ein sehr schönes Bad. Was auch eines der wichtigsten Kriterien ist nach dem "Bad" der vergangenen drei Jahre. Hüstel. Er, der er Erstsemester ist und hier eine Bleibe sucht, merke: Bei Altbauten das Bad besser dreimal als zweimal anschauen. Nur weil eine Bude einen schönen Schnitt hat, ist noch lange nicht alles perfekt. Und schon gar nicht so billig, wie es vielleicht wirken mag.

Versuch 8: Der Treffer. Wahrscheinlich. Sicher. Ganz wahrscheinlich. Relativ sicher. Mit hoher Wahrscheinlichkeit. Details bald.
eight days of the week
we're dead on our feet
take me aside
just shoot me


(PSI)

Da ist dieser Beitrag, den ich in Gedanken nun schon seit einigen Tagen schreibe, vielleicht sollten wir das nicht unerwähnt lassen. Dieser Prozess ist schließlich nicht unwichtig, wenn das hier nicht zu einem "Schaut mal was ein tolles Youtube-Video ich gefunden hab!"-Blog verkommen soll. Daher dieser kleine Gedanke vorab.

Wie es auch sei, vorrangig geht es um Arbeit. Nein, es hat nichts mit Büchern zu tun, die selbiges Wort im Titel führen, ansonsten aber nichts weiter in der Hinsicht beinhalten. Das ist schließlich immer noch Darmstadt, hier geht es um echte Kohle, nicht um neu gegründete Agenturen, die irgendwie ganz toll sind und voll die Idee haben, während ihre Gründer nur deshalb auf Apple setzen, weil das halt Style hat - und hey, schließlich hat jeder die Teile, da vergisst man schonmal, dass man Wochen davor noch drüber hergezogen hat. Gähner beiseite, kommen wir zum Thema.

Neulich beim Rauchen kam mir der Gedanke, dass es eigentlich faszinierend ist, womit ich mein Geld verdiene. Und das tue ich ja mittlerweile. "Mittlerweile" ist eigentlich blöd ausgedrückt, ich arbeite schließlich nicht erst seit drei Wochen oder drei Monaten, sondern seit beinahe drei Jahren. Das hatte seinerzeit den einfachen Wunsch nach mehr Selbständigkeit als Grund. Mama und Papa auf der Tasche liegen wäre sicher noch ein Weilchen möglich gewesen, auf Dauer aber für beide Parteien kein zufriedenstellender Zustand. Aber damit wollen wir mal gar nicht anfangen, das geht zu weit.

Es fasziniert mich stattdessen viel mehr, durch welche Tätigkeit derzeit der Kontostand in bis dato unbekannte Höhen getrieben wird. Ich meine: Ich baue kein Haus, ich rette keine Leben. Ich schraube noch nicht mal Möbel zusammen. Stattdessen sorge ich dafür, dass Menschen etwas über Spiele erfahren. Oder welche herunterladen. Ein wenig Zeit mit Online-Games verbringen. Videos und Bilder anschauen. Mehr nicht. Ganz einfach zusammengefasst ist das alles. Da sitze ich nun fünf Tage die Woche vor dem Rechner und haue Buchstaben rein, verlinke dies mit jenem, darum herum noch mehrere Teaser und ab mit der Story.

Das bringt ein nicht unhübsches Sümmchen ein. Es wäre gelogen, nun einen auf arm zu machen, ebenso wäre es gelogen, nicht stolz darauf zu sein. Diese Position, in der ich nun nahtlos vom Studium ins Berufsleben übergehe, ist nicht durch Zufall entstanden. Auch nicht nur durch Glück. Sondern auch durch Entschlossenheit, Ehrgeiz, Leistung und Können. Das kleinzureden wäre genauso falsch, wie es nun zu überdeutlich zu betonen. Ich versuche einen Mittelweg und bin mir durchaus gewahr, dass es Anlass genug gibt, dankbar für all das zu sein. Dennoch kann ich mir auf die Schulter klopfen in der Gewissheit, dass es sonst niemand tun wird. Denn das hier ist nicht mehr die FH, hier vergleicht man keine Noten mehr mit Betonung darauf, wie sehr man auf die Noten der anderen scheißt. Das hier ist das danach, das wo sich entscheidet, wer Prakti wird und wer einen Steuerberater braucht. Hier gibt es auf den ersten Blick wenige Freunde, stattdessen mehr und mehr Mitbewerber, die den gleichen Job für noch weniger Kohle machen und dabei lachend Überstunden schieben. Das alles sind jedoch Dinge, die mich nun wirklich nicht mehr interessieren müssen - und hierfür bin ich ausgesprochen dankbar. Nicht nur mir selbst gegenüber.

So sehen die Dinge derzeit aus. Das Arbeitsleben läuft sich auf den ersten Blick mehr stressig als realxed an. Wahrscheinlich wollte ich auch darüber schreiben. Die Tage sind lange, die wenigen Stunden am Tag, die nur mir gehören, kurz, wertvoll und schnell vorbei. All das ist jedoch nur eine Sichtweise auf die Dinge. Eine andere sieht all den Stress nicht als Problem, sondern als Herausforderung. Die Frage ist also nicht, warum man mich bitte mit soviel Arbeit stressen muss, sondern eher, ob ich es packe, all das in einer für mich zufriedenstellenden Weise zu erledigen. Oder stattdessen beim ersten Windhauch einknicke und die Schuld auf die anderen schiebe. Wie es so viele Verlierer tun, die sich dank endloser Selbstliebe ihrer Fehler nicht mehr bewusst werden können.

Nach all dem könnte man nun anmerken, was für ein fleissiges, eingereihtes Arbeitsbienchen ich doch wäre. Darauf gibt es entweder ein herzliches "Fuck you, loser" oder eine nett gemeinte Erklärung. Etwa dass mein Job nicht aus Alltag besteht, sondern täglich Neues bietet in einer der interessantesten Branchen, die ein Typ wie ich sich nur vorstellen kann. Selbsternannte Besserwisser könnten über den Arbeitgeber herziehen, der einfachste und hilfloseste Versuch, jemanden zu diskreditieren. Darauf reagiere ich schon lange nicht mehr. Warum auch? Die Hälfte der Kritiker ist nicht eine Sekunde lang in meiner Position gewesen, die andere Hälfte weiß noch nicht mal, wo und als was wir uns publizistisch sehen. Stattdessen einfach mal bashen, ist ja alles so böse, und alle anderen sind natürlich die Guten, schon klar, Amen und fuck off. Hier kann ich es mir mittlerweile leisten, nicht mehr versuchen zu müssen, Hirne, die ohnehin leer sind, mit sinnvollen Argumenten zu füllen, etwa dass dies oder jenes nicht so wäre wie hier oder dort von dem oder jenem dargestellt. Sie sollen glauben was sie wollen über den Job, die Firma oder das, was hier steht - es ist meilenweit weg.

Wahrscheinlich ist es genau das, was diesen Eintrag begründet. Die unendliche Ruhe, nicht mehr nach Dieburg zu müssen, niemals mehr all dieses verlogene Halbwissen ertragen zu müssen, mit Profis zu arbeiten statt mit Maulhelden und Geld zu verdienen. Statt zum Arbeitsamt zu rennen oder um ein Praktikum zu betteln. Darauf den letzten Schluck Bionade für heute, schließlich gibt es noch einiges zu tun.

kein Tank der Welt

26. Juni 2008 | 16:49 Uhr | Label: live fast, die young

Drei Wochen sind seit vaya con dios vergangen, vielleicht eine gute Zeit für einige Gedanken über das autolose Leben.

Zunächst mal tut es bisweilen immer noch weh. Das liegt an diesem blöden Schnappschuss. Da haben wir die Straße nochmal beherrscht, der Fiesta thronend über allen. Auf seiner wohl letzten Fahrt. Wahrscheinlich haben sie ihn mittlerweile gut ausgeschlachtet. Der MP3-Player wird einen Abnehmer gefunden haben. Die Winterreifen, die immer noch drauf waren, hatten auch noch gut Profil. Die Bremsscheiben vorne waren so gut wie neu. Und der Motor müsste es noch tun, bei entsprechender Pflege sicher nochmal 100.000 Kilometer. Nun ja, dafür haben sie ihn umsonst geholt, das hätte ansonsten auch noch 150 Euro gekostet. "Entwertung" nennt sich das. Blödes Beamtendeutschwort, als ob etwas jemals seines Wertes beraubt werden könnte. Selbst völlig runtergeranzt war mir der Wagen noch mehr wert als einige andere, die ich im Laufe der Jahre gefahren habe. Soviel dazu.

Es geht ohne, auch wenn es anders ist. Klar, deshalb wurde der Wagen damals ja angeschafft: Nie wieder Bus und Bahn. Da, wo ich herkomme, ist das ein mächtiges Argument - schließlich verirrt sich bisweilen gerade mal ein Bus pro Stunde in das Kaff. Will man nach Konstanz, muss man gar noch Zug fahren, der nochmal 30 Minuten braucht. Unzumutbar, vor allem im Sommer. Aber das hier ist nicht Süddeutschland. Darmstadt ist vielleicht in vielerlei Hinsicht ein Kaff, mit dem öffentlichen Nahverkehr kann man jedoch klarkommen. Denn: So wild ist es wirklich nicht. Der übliche Tag beginnt nun eben zehn Minuten früher, so what? Einige Meter zur Straßenbahn laufen, dabei schon mal gemütlich die erste qualmen und sich das Bett zurückwünschen. Zum Brandt-Platz fahren, dort für einen Euro einen Becher Kaffee holen und auf den K-Bus warten. Der kommt meist pünktlich und hält nur wenige Meter von der Arbeitsstelle entfernt. Dort bin ich dann kurz vor acht. Mit Auto wäre ich halb acht aufgestanden und dann ebenfalls um acht in der Redaktion gewesen - Ersparnis also gleich null, oder zumindest im nicht-relevanten Bereich.

Abends nach Hause kommen ist ein wenig nervig, es ist heiß, der Bus ist voll und ich einigermaßen kaputt. Dafür gibt es manchmal die letzten paar Meter zu Fuß durch den Park, das macht dann doch was her. Das ist überhaupt noch das wichtigste bei der ganzen Angelegenheit: Es wird alles relaxter, spürbar. Kommt der Bus mal nicht, kommt er eben nicht, so what? Kein Aufreger mehr über das Arschloch vor mir, dass ohne zu blinken abbiegt, keine Hektik über silbergraue Oberklassemodelle, deren Fahrer meinen, ihren beruflichen Status auch auf der Straße repräsentieren zu müssen, in dem sie vergessen, dass es so etwas wie einen Mindestabstand gibt. Lauter nette Kleinigkeiten. Nun kann es mir egal sein, wie beschissen der Busfahrer das Ding durch die Gegend drückt. Ich komme ohnehin an.

Und für die Zeit dazwischen gibt es die neuen Sennheiser. Die halten jedweden Lärm von außen fern, egal wie laut es sein mag. Plärrende Kinder? Dumpfprollende Jugendliche? Alles nicht mein Problem. Ich habe Slapshot, Fucked Up, The Briefs, The Bates, Le Tigre, Social Distortion und ein gutes Dutzend weitere - die sind alle lauter, wenn ich will. Insofern: Relaxt. Gleichzeitig mit den hin und wieder erstandenen Printprodukten noch was für den Fortbestand der papierverhafteten Kollegen getan, damit die auch in Zeiten von Breitbandverbindungen und selektiver Informationsbeschaffung über Peergroups noch eine Handvoll Leser haben. Aber nur die Guten, eine "FR" nehme ich dann auch nicht, wenn man sie mir am Hauptbahnhof kostenlos zustecken will, danke nein.

Bleiben die Herausforderungen namens Fernfahrten. Aber das ging schon mit London klar, das klappt auch mit Zugfahrten nach Konstanz und Co. - die dank Bahncard 50 auch nicht sonderlich mehr kosten als Autofahren. Nehmen wir mal an, dass die Spritpreise mit 1,54 noch nicht am oberen Ende angelangt sind, wird die Bahn über kurz oder lange sogar noch preiswerter sein. Und man kann am MacBook sitzen. Nervig ist dann nur das mit dem rauchen.

Dafür wird nun gegen Ende des Monats wie am Ende jeden Monats eine Kreditkartenrechnung kommen. Üblicherweise nicht der schmalste Brief, da es mehrere Seiten sind, über die sich die aufgelisteten Ausgaben hinziehen. In den nächsten Tagen wird ein sehr dünner Brief kommen. Mit einer sehr dünnen Summe darunter. Keine Kohle an Shell diesen Monat. Oder an Jet, weil die drei Cent billiger waren. Lustig zu sehen, wie sich Kollegen schon beschweren, wie sehr es sie ankotzt, dass die Kiste Monat für Monat mehr zu fressen scheint. Keine Ausgaben für Öl oder andere Kleinigkeiten, die sich auf Rechnungen bisweilen ganz schön bemerkbar machen. Das ist dann der Punkt, wo sich die Frage nicht mehr stellt, was denn nun geeigneter wäre, Fiesta mit Klimaanlage und jederzeit rauchen können, Freiheit auf der Autobahn beim Cruisen nachts und jederzeit zu Kollegen fahren können. Oder Geld. Einiges an Geld. Etwa 2000 Euro pro Jahr, mindestens. Ohne Reparaturen, Strafzettel, Extras, Unvorhergesehenes und so weiter.

Einen geeigneten HDTV habe ich schon lange im Blick. 42 Zoll, feines Gerät, alles andere als billig. Der wird irgendwann dieses Jahr geholt. Beim Bezahlen werde ich mir grinsend vorstellen, dass diese Kohle ansonsten durch den Tank gegangen wäre. Und soviel ist definitiv kein Tank der Welt wert, scheißegal welches Auto drum herum gebaut wurde.

Schlaaaaaand

25. Juni 2008 | 22:41 Uhr | Label: Asozialkritik

schland

Halbfinalvorbereitungen

20. Juni 2008 | 23:50 Uhr | Label: Just kiddin'

Foto-101

when it's done

17. Juni 2008 | 17:02 Uhr | Label: dipl-x

Schlecht geschlafen, mehrfach wach geworden heute Nacht und dank Verkehrslärm ab halb sieben nicht mehr so recht einschlafen können. Raus gegen acht, duschen, Kaffee machen, ein halbes Glas 500ml Joghurt (Kirsch), keine Lust auf die Banane, die schon seit Tagen herumliegt und langsam mehr schwarz als gelb ist. Morgen kommen meine neuen Sennheiser, höchste Zeit. Zudem mit dem replug Sicherheitsadapter was gefunden, das definitiv gekauft wird, nachdem genau die in der Produktbeschreibung vorgestellten Probleme die letzten Kopfhörer geschrottet haben. Den Hasen gefüttert, einige geraucht, Predator Rap gegeben und RZL DZL, mit dem L-Bus zum Brandt-Platz und dort auf die 671 gewartet. Man wartet generell recht viel, wenn man mal keinen Wagen mehr hat. Was Vor- wie Nachteile mit sich bringt.

Vorteil: Man kann in Ruhe eine rauchen und dabei darüber sinnieren, wie viel Geld für Sprit man spart. Etwa 100 bis 150 im Monat, abhängig von der Anzahl der Fahrten zu den Erzeugern, die ja jedesmal eine Strecke von insgesamt 660 Kilometern bedeuten. Nachteil: Menschen. Manche davon sind hässlich. Die können nix dafür, ich bin schließlich auch nicht das Eichmaß der Schönheit. Naja, die mit den schlechten Frisuren können was dafür. Und die mit den Zahnlücken. Aber es gibt wichtigeres. Manche beispielsweise sind schlecht angezogen. Das kann man nicht entschuldigen, qualitativ bessere und optisch ansehnliche Kleidung ist schließlich nicht teuer. Und hier geht es nicht um meinen individuellen Geschmack, manche Dinge sind schlicht und ergreifend hässlich, ganz egal wie man es dreht und wendet. Aber es ist halt einfacher, die neuen Motiv-Shirts aus dem Billigmarkt zu holen, egal wie uniformiert man damit wird. Das Problem sind nicht die hässlichen Kleider, das Problem ist die Armee derer, die es tragen. Zum Erwachsenwerden gehört doch auch ein wenig kleidungstechnische Eigenständigkeit. Dachte ich. Wie gesagt: Viel Zeit zum Denken, während man auf einen Bus oder eine Bahn wartet.

Ach ja, das Diplom ist geschafft.

Keine großen Worte, keine große Feier, keine Selbstbeweihräucherung. Nur die Gewissheit, heute zum vorletzten Mal in Dieburg gewesen zu sein. Und das breite Grinsen darüber in der Fresse.

das Prinzip Sammelwut

15. Juni 2008 | 11:16 Uhr | Label: Games

indi
Lego Indiana Jones (Bild: TT Games / Lucas Arts)

Da hat sich GTA 4 aber ganz schnell abgenutzt. Gerade mal einen Monat nach dem Release dreht das vermeintliche Game aller Games kaum noch eine Runde in der 360. Warum? Nun, die Hauptstory ist durch. Die Nebenmissionen auch. Die Zufallscharaktere alle gefunden. Die Autos alle ausgeliefert. Alle Rennen gewonnen. Da bleibt nicht mehr viel. Mit Freunden bowlen gehen oder die 200 versteckten Tauben abzuknallen, ist nicht gerade reizvoll. Oder nur herumzufahren, um die Monster-Stunts zu absolvieren. Alles nicht derart motivierend. Gönnen wir Nico eine Pause, schließlich gibt es noch andere Games, die taugen. Oder taugen könnten. Alone in the Dark beispielsweise. Das war vor einigen Tagen auf der Debug noch nicht so vom-Hocker-reißend, aber nun ist die Vollversion da, die ab dem 19. auch gespielt werden darf. Bis dahin: Lego Indiana Jones: Die legendären Abenteuer.

Kinderspiel?

Wir waren hier ja schon große Lego Star Wars-Fans. So groß, dass erst mal die klassische Trilogie gekauft wurde und dann, als Die komplette Saga rauskam, die gleich auch noch. Im Shop haben sie damals das erste Game gegen das zweite in Zahlung genommen, noch 15 Euro draufgelegt und die Sache war erledigt. Langzeitmotivation hatte Star Wars dank unzähligen Sachen, die man finden konnte. Erst mal in jedem Level den "Abenteurer" schaffen, das ist in etwa mit Mario zu vergleichen, der ja auf dem N64 auch 100 Münzen braucht, um einen Extrastern zu bekommen. Danach alle Teile des "Mini-Kits" suchen. Und den roten Power-Stein. Das hat alles motiviert, schließlich waren es bei Die komplette Saga mal eben stolze 36 Level. Die bisweilen schon arg kindgerecht aufgebaut waren und wirklich keine Herausforderung darstellten. Aber was soll es, zu zweit hat man einfach jede Menge Spaß damit, egal ob man gerade den Mitspieler verflucht oder vom Mitspieler verflucht wird oder sich über die Cutscenes schlapplacht. Das war schon ein gelungenes Spiel, nicht nur für Kids.

Altbekanntes Neues

Dass im Falle von Indy nichts am bewährten Prinzip geändert werden würde, war vorauszusehen. Stattdessen haben Travellers Tales behutsam einige Kleinigkeiten dazu gebracht, hier und da etwas verändert und den Schwierigkeitsgrad ein wenig hochgesetzt. Neu ist beispielsweise, dass jede Figur eine einzigartige Fähigkeit hat. Das gab es in Star Wars schon, aber nicht derart ausgeprägt. Nun haben wir Indy, der sich mit seiner Peitsche über Abgründe schwingen kann, oder Short Round, der als kleine Figur die Luken, die schon aus Star Wars bekannt sein dürften, betreten kann. Dazu die Nazis, deren Panzerfäuste und Granaten spezielle, silber glänzende Lego-Steine wegpusten können. Bleiben die weiblichen Charaktere, die allesamt höher springen können, oder mit einer "Superschrei" benannten Aktion Gegner lähmen und Glas zum Zersplittern bringen. Zudem noch Typen mit einer Schaufel, die im Boden Verstecktes ausgraben können und andere mit einem Schraubenschlüssel, die Gegenstände reparieren. Kurz: Teamwork ist dieses mal stärker gefragt. Man steht vor einem Rätsel und muss erst mal eine Schaufel suchen, um einen Schlüssel auszugraben, der dann wiederum beim Einsetzen ins Schloß einige Teile zum Aufbauen hervorbefördert. Diese baut man dann in altbewährter Manier zu einer Maschine zusammen, die aber erst mal repariert werden muss. Das schafft schon Kurzweil und wird trotz Wiederholungen das gesamte Spiel über nicht langweilig. Suchtfaktor eben, denn es gibt ja einiges mehr zu tun.

Sammelwut

Etwa die 18 Mal den "Abenteurer" holen. Oder die 180 versteckten Teile der "Mini-Kits", die nun "Reliquien" heißen. Aus den "Power-Steinen" wurden Postpakete, für deren Abschicken ein Cheat zum kaufen freigeschaltet wird. Um den zu kaufen muss natürlich das entsprechende Kleingeld vorhanden sein, daher wird das eine oder andere Level schon mehrfach gespielt, nur um noch einige Steinchen zu sammeln. Selbst wenn dann alles gesammelt ist, warten noch 60 Charaktere darauf, freigeschaltet und gekauft zu werden. Darunter lustige Geheim-Figuren wie Santa Claus. Selbst Star Wars-Figuren können gefunden werden, in einem Level von "Der letzte Kreuzzug" findet man gar die Mos Eisley-Bar. Alles ganz witzig soweit.

Besser zu zweit

Spassiger jedoch zu zweit. Alleine funktioniert es. Die KI ist gut genug, um nicht überall hängenzubleiben, etwa wenn es um Rätsel geht, die nur durch Zusammenarbeiten beider Figuren auf dem Bildschirm gelöst werden können. Aber es ist halt nicht das gleiche, wie Star Wars macht auch Indiana Jones nur dann richtig Spaß, wenn es zu zweit durchgespielt wird. Zudem fehlt das neue Indy-Abenteuer, was ich etwas komisch finde. Schließlich kam das Spiel in etwa zum Filmstart heraus, da hätte man doch ein schönes Franchise gehabt. Aber gut, das wird nun hoffentlich nicht nachgeliefert und dann nochmal als sonstwas-Edition verhökert.

Fazit

Alles beim Alten, fast. Neue Charaktere, stärkere Interaktion, hier und da mehr Rätsel, gelegentlich Stellen, die schon etwas knackiger sind. Dennoch immer schaffbar, Frust wird es bei Lego-Games wohl nie geben. Das Prinzip Sammelwut funktioniert weiterhin, auch nach dem Durchspielen im Story-Mode wird nochmal zum Pad gegriffen, bis eben auch alle 180 Reliquien-Parts gefunden sind und jeder der 60 Charaktere freigespielt wurden. Und selbst dann warten noch Überraschungen. Schließlich kommt der junge Indiana ja nicht im Story-Mode vor. In einem Geheimlevel dagegen sehr wohl. Das jedoch ist eine andere Geschichte...

menu



[said so]

@v: wenns peruanisches...
@v: wenns peruanisches...
k. (anonym) - 2008-07-07 11:06
bier.
extrem offensichtlich....
l. (anonym) - 2008-07-07 10:53
Und Pfeife? Ihr habt...
Und Pfeife? Ihr habt...
A.K. (anonym) - 2008-07-07 00:39
harhar, wusste ich doch...
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chuck - 2008-07-07 00:14
Wir freuen uns schon...
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A.K. (anonym) - 2008-07-07 00:12

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